Überleben in der Großstadt – der Antanztrick

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Nun habe ich mich demotiviert ein paar Tage zurückgezogen und mache mich heute mal wieder ran. Nun geht es in die zweite Runde meiner „überleben in der Großstadt“ Reihe.

Bei dem ersten Artikel ging es ja im den Blockiertrick und einer recht fingerfertigen Tätergruppe. Bei den Antänzern, welche ich heute thematisiere, handelt es sich um einen ganz anderen Schlag Mensch. Wenn also die Taschendiebe die Einser- Schüler darstellen, welche Gewalt eher ablehnen und ein verdecktes und unerkanntes Vorgehen anstreben, so gehören die Antänzer zu den Schlägertypen, welche in Sachen Fingerfertigkeit die Schule geschwänzt haben.

Diese Tätergruppe ist in Berlin sehr aktiv und gerade im letzten Sommer hörte man fast täglich von solchen Taten.

Aktiv werden diese Täter vorzugsweise in den Abendstunden und arbeiten mindestens zu zweit. Auch hier wird eine Person aktiv und eine weitere deckt den Tathergang ab (siehe Video). Zu den Opfern gehören gerne Einzelpersonen die am besten etwas angetrunken sind.

Bei diesen Personen ist Vorsicht geboten, denn nicht selten endet es in einer wilden Schlägerei, immer dann wenn der eigentliche Tathergang bemerkt wird.

Der große Unterschied zu den Taschendieben ist hier der offensichtliche Körperkontakt. Der eigentliche Taschendieb möchte so wenig wie möglich Berührung provozieren und zieht das Handy oder die Geldbörse möglichst unbemerkt.

Der Antänzer zieht von Anfang an die Aufmerksamkeit aus sich. Sein Opfer wird abgeklatscht und scheinbar lustig bequatscht, dann wird sich eingehakt und besonders viel ruppige Bewegung auf den Körper gebracht. Hierbei wird dann in die Tasche gegriffen und das gewünschte Objekt gezogen. Durch die ruppigen Bewegungen bleibt auch der Zugriff halbwegs unbemerkt. Und wenn doch, dann wird zugeschlagen und abgehauen.

Würde mir das passieren?

Das frage ich mich immer wieder und wundere mich immer über die Masse an funktionierenden Übergriffen. Wir deutschen sind im Vergleich zu anderen Völkern sehr auf Abstand aus. Wenn uns also jemand zu nah auf die Pelle rückt, dann werden wir aufmerksamer und fühlen uns bedrängt.

Sehe ich also solche Videos, dann denke ich immer, wohl eher würde ich einen der mir so nah kommt eine klatschen. Vielleicht sind deshalb oft Touristen die Opfer.

Mögliche Abwehrmaßnahmen.

Im besten Fall nicht betrunken und allein an Party Hotspots bewegen. Und spätestens dann, wenn eine Person versucht besonders lustig Kontakt mit euch aufzunehmen, schnell einen großen Bogen drum machen und weiter gehen!

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