Freitag, Februar 23, 2024

Ebenfalls auf dem Blog

EMMA Platzhalter – KI MEMBER DER ERSTEN STUNDE zur Visualisierung

0
Name EMMAgeb. Jahr 2001 Homezone Berlin / Lichtenberg Beruf KI- ModelFührerschein- Klasse / SeitA / 2015Bike Kawasaki Z1000Wie bist du zu BikeHUB gekommen? Wurde...

Die Wohnungsproblematik in Berlin: Zwischen städtischem Charme und der Suche nach bezahlbarem Wohnraum

0
Hey Leute, ich bin ein waschechter Berliner, in dieser Stadt aufgewachsen und hier sesshaft. Das Thema Wohnungen begleitet mich schon seit meiner Kindheit, als...

Vom Niedergang der Videotheken bis zur Streaming-Ära: Eine nostalgische Reise durch meine Jugend

0
Im zweiten Teil meiner Reise durch die Erinnerungen meiner Jugend stolpere ich über einen Geschäftszweig, der in meiner Jugend eine bedeutende Rolle spielte –...

Die Wohnungsproblematik in Berlin: Zwischen städtischem Charme und der Suche nach bezahlbarem Wohnraum

Hey Leute, ich bin ein waschechter Berliner, in dieser Stadt aufgewachsen und hier sesshaft. Das Thema Wohnungen begleitet mich schon seit meiner Kindheit, als meine Eltern sich über die vermeintlich teure 4-Zimmerwohnung für 600€ aufregten. Zeiten ändern sich, und ich hatte das Glück, eine 4,5-Zimmer Wohnung mit 90 qm für schlappe 750€ zu ergattern. Damals habe ich sie mit meiner WG geteilt, aber irgendwann war klar, dass eine WG nicht die endgültige Lösung sein kann.

Der Wohnungsmarkt wurde immer verrückter, und meine Rettung war ein Tauschportal des Landes Berlin. Das ermöglichte es mir, meine Wohnung unter den gleichen Konditionen zu tauschen – ein echter Glücksgriff, wenn man bedenkt, dass einige Leute in Wohnungen leben, die nach dem Auszug der Kinder viel zu groß sind. Normalerweise müsste man sich nach einer neuen Wohnung umsehen und die Tatsache akzeptieren, dass man nie wieder eine vergleichbare Miete bekommen wird.

Screenshot der aktuellen WBS Tabelle! Ich war erstaunt wie gering die Grenzen sind und wundere mich warum Bayern so viel höhere Grenzen hat!

ch war einer der ersten, die dieses Angebot nutzten. Aber mal ehrlich, diesen Tausch darf man nicht unterschätzen. Das Frustrierendste war, an einem Tag zwei Haushalte zu tauschen. Und Renovierungen waren erst möglich, wenn alles in der neuen Wohnung war!

Jetzt sitze ich in einer 3-Zimmer Wohnung. Ja, sie ist immer noch bezahlbar, aber steigende Betriebskosten machen mir zunehmend zu schaffen.

Langsam komme ich jedoch an den Punkt, wo ich mir wieder eine größere Wohnung wünsche. Deshalb stöbere ich regelmäßig nach passenden Optionen, und ehrlich gesagt, es gibt einfach nichts, was ich bereit bin zu bezahlen.

Klar, die Howoge baut neue Wohnungen, aber die kosten mindestens das Doppelte von dem, was ich derzeit zahle. Und es gibt kaum Möglichkeiten, Doppelbelastungen durch Mieten oder Kautionen zu umgehen, besonders wenn man sich für eine landeseigene Wohnung entscheidet und jedes Mal ein Losverfahren in Kauf nehmen muss!

Aktueller Screenshot für die Suche in Lichtenberg ohne WBS. Die gezeigten Wohnungen sind gerade erst fertiggestellt worden und die ersten Treffer Wohnungen der Landeseigenen HOWOGE mit Losverfahren. Ja die Wohnungen sind neu, würden mich aber das doppelte kosten! Im leben nicht freiwillig!

Ich habe mal aus Spaß den Markt erkundet. Man findet schon 4-Zimmer Wohnungen, die man ohne Tausch mieten könnte. Aber die fangen bei 1400€ im Monat an und steigen schnell in 500€-Schritten. Wer zur Hölle zahlt 6000€ im Monat für eine Mietwohnung?

Das Vorhaben legt man schnell wieder auf Eis! An dieser Stelle habe ich den Fehler gemacht, den Suchradius zu erweitern. Bei 200 km wird einem schlecht. Dort findet man 5-Zimmer Wohnungen, die meiner jetzigen Miete nahekommen oder sie sogar unterbieten.

Liegt der Fehler bei mir? Mein Einkommen ist für den aktuellen Markt definitiv zu niedrig, obwohl es wohl eher im oberen Teil der Mittelschicht liegt. Für einen WBS komme ich nicht in Frage, und aufgrund meines Jobs bin ich leider an die Stadt gebunden. Homeoffice ist undenkbar, und täglich drei Stunden zur Arbeit zu pendeln erst recht.

Ich kann mir kaum vorstellen, wie sich das jemals bessern soll. Egal, wie viele Wohnungen noch gebaut werden oder wie sehr an der Verdienstschraube gedreht wird, das Leben in dieser Stadt kann einfach nicht besser werden. Ich würde sagen, die besten Zeiten habe ich erlebt, jedoch sind die lange hinter uns! Theoretisch bin ich bereit, dieser Stadt den Rücken zu kehren. Sollen sich doch die zugezogenen Studenten weiter in dieser Stadt ausbreiten und dem schmutzigen „Charme“, der Hektik und allem anderen, was die Stadt zu bieten hat, hingeben.

Hier dann die ersten Angebote ohne Tausch und nicht Landeseigene. Davon liegt die teurere im eher nicht so beliebten Lichtenberg und wir sehen hier nur eine Kaltmiete! Nach oben keine Grenzen!

Aber mal ehrlich, es gibt doch auch etwas Faszinierendes an diesem urbanen Chaos. Diese Stadt hat eine einzigartige Energie, die man nicht überall findet. Trotz all der Herausforderungen liebe ich die Vielfalt, die Kultur und die Kreativität, die in den Straßen pulsiert. Vielleicht liegt die Lösung nicht darin, die Stadt komplett zu verlassen, sondern innovative Ansätze zu finden, um mit den aktuellen Problemen umzugehen.

Vielleicht müssen wir uns zusammentun, Initiativen starten und die Verantwortlichen dazu drängen, nachhaltige Lösungen zu finden. Der Schlüssel könnte darin liegen, eine Balance zwischen Wachstum und Lebensqualität zu finden. Statt die Flucht zu ergreifen, sollten wir vielleicht aktiv daran arbeiten, diese Stadt zu dem lebenswerten Ort zu machen, von dem wir träumen. Denn am Ende des Tages liegt es auch an uns, die Zukunft dieser Stadt mitzugestalten.