Freitag, Februar 23, 2024

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Eine Reise in die Vergangenheit: Internetcafés und LAN-Partys in den 2000ern

Tauchen wir gemeinsam ein in eine weitere Erinnerung aus meiner Jugend, die mich zurückführt in die Anfangsjahre des neuen Jahrtausends im Ostteil Berlins. Inmitten einer dieser Siedlungen, die in den 80ern aus dem Boden gestampft wurden, um dem rasanten Wachstum der Stadt gerecht zu werden, habe ich meine Jugend verbracht. Die Infrastruktur war gut, aber schnelles Internet war Mangelware. Damals galt eine 2000er DSL-Leitung oder die Bündelung von ISDN-Kanälen als „schnell“. Meinen ersten PC, den ich zur Jugendweihe für stolze 1000€ erhalten hatte, verband ich über ein 56K-Modem mit der digitalen Welt.

Für diejenigen, die es nicht mehr kennen: Internetverbindungen wurden nach Minuten abgerechnet, und solange die Leitung aktiv war, blockierte sie das Telefon. Jeder eingehende Anruf konnte die mühsam aufgebaute Verbindung beenden. Das Herunterladen einer 4-MB-Datei fühlte sich an, als würde es eine Ewigkeit dauern. Damals schleppten wir PCs in die Wohnungen verreister Eltern und verbrachten zu acht tagelang durchgehend vor den Bildschirmen.

Dieses Ereignis war eher selten und wurde höchstens zweimal im Jahr veranstaltet. Verständlich, denn nicht nur die Computer waren unhandlich und schwer, sondern vor allem die Monitore wogen schwer!

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In dieser Ära blühten Internetcafés auf. Auch heute existieren solche Geschäfte, besonders in Berlin, jedoch hat sich ihre Nutzung erheblich gewandelt. Während heutzutage zwielichtige Gestalten oder obdachlose Menschen Mails schreiben oder chatten möchten, versammelte sich damals die gesamte Jugend eines Bezirks direkt nach der Schule in diesen Läden.

Es gehörte dazu, anzustehen, aber wenn man dann endlich einen Computer bekam, den man stundenweise gemietet hatte, startete sofort eine LAN-Session. Meistens waren es die damals berüchtigten „Killerspiele“ wie CounterStrike und Opposing Force, die gespielt wurden.

An eine Alterskontrolle erinnere ich mich nicht. Vermutlich war der Jugendschutz damals noch nicht so hoch angesiedelt. Außerdem war die Jugend genau die Zielgruppe für diese Geschäfte. Es war immer aufregend, wenn man den Computer einschaltete und ein neues Spiel angeboten bekam.

Heutzutage haben Internetcafés in dieser Form keine Bedeutung mehr. Auch LAN-Partys erlebt man nicht mehr genauso. Die Notwendigkeit dafür ist vollständig entfallen, denn heute erhält man bereits für wenig Geld eine ordentliche Internetverbindung nach Hause. Selbst wenn das technisch nicht möglich ist, kann das Mobilfunknetz einspringen. Hinzu kommt, dass heute jedes Gerät vernetzbar ist, und man nicht mehr stundenlang konfigurieren muss, um eine Verbindung ins Netz zu bekommen.

Natürlich schätze ich die heutige Entwicklung viel mehr, aber dennoch war es eine schöne Zeit. Es war eine Zeit, in der man seine Stunden mit realen Menschen in der realen Welt verbrachte, und dieser damals recht teure Spaß war mehr als nur ein einfacher Zeitvertreib!

Es ist eben etwas anderes, zum Tisch neben sich zu rufen oder die Reaktionen der anderen direkt mitzuerleben, anstatt alles nur über das Mikrofon wahrzunehmen. Irgendwann musste man nach Hause laufen und konnte sich dabei noch austauschen und das Erlebte gemeinsam verarbeiten.