Dienstag, April 16, 2024

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Schuberth S3, ein Upgrade für den Kopf und die kommende Motorradsaison!

Seit 8 Tagen hat meine zweite Saison auf dem Motorrad begonnen, und auch wenn ich bisher nur drei Fahrten gemacht habe, so habe ich wieder Blut geleckt. Aber tatsächlich ist es noch ordentlich kalt, sodass ich kaum die kommenden warmen Tage erwarten kann.

Aber für diese Saison habe ich meine Schutzbekleidung, insbesondere meinen Helm, aufgerüstet. Und allein die letzten drei Fahrten haben mich davon überzeugt, dass es die absolut richtige Entscheidung war.

Kurz ein kleiner Einstieg.

Sehr spät habe ich meinen Führerschein gemacht, in einer Zeit, in der Corona noch ein Thema war. Getreu dem Motto „Jetzt oder nie“ habe ich eine Idee umgesetzt, die ich schon locker 10 Jahre hatte. Natürlich bedarf es für den Führerschein der Klasse A der Schutzbekleidung. Weil ich aber nicht wusste, ob mir Motorradfahren liegt oder ich schon nach der ersten Fahrstunde keine Lust mehr habe, habe ich die Schutzausrüstung super günstig gekauft. So landete ich bei einem extrem billigen Integralhelm der Marke IXS. Für die Fahrschule und auch die erste Saison war er absolut ausreichend, aber weder besonders attraktiv noch besonders komfortabel. Hinzu kommt, dass ich diesen aufgrund mangelnder Erfahrung viel zu groß gekauft hatte. Gerade auf der Autobahn mit Geschwindigkeiten über 120 km/h war es ein mieses Gefühl, da es sich anfühlte, als würde sich der Helm gleich umdrehen.

Für etwas mehr Komfort hatte ich ein billiges Bluetooth-Headset aus China verbaut. Bei Fahrten mit meinem Kumpel war es absolut ausreichend, solange wir unter 80 km/h blieben. Jenseits der 80 km/h war es nur noch ein Rätselraten, was der andere gesagt hat, weil dieser Helm auch viel zu laut war!

Sieht tatsächlich garnicht so unsportlich aus!

Die Saisonpause habe ich genutzt und mir einen Schuberth S3 im Angebot gesichert. Für 375€ habe ich den absolut günstigsten Preis bekommen. Aber lange habe ich gehadert. Natürlich ist Schuberth ein namhafter deutscher Hersteller, jedoch gibt es andere Helme von anderen Herstellern, die eine weit aggressivere Optik haben, die ich ebenfalls gut gefunden hätte. Lediglich bei der Größe war ich mir sicher, da ich diesen vorher im Geschäft ausprobiert hatte.

Aber schaut man im Netz, dann gibt es nur wenige Erfahrungsberichte und noch weniger nicht gesponserte Erfahrungsberichte!

Ich nenne kurz mal die Parameter, nach denen ich mir einen Helm ausgesucht habe.

  • Integralhelm
  • Preis/Leistung
  • Und absolut entscheidend war die Möglichkeit, ein Intercom auf Sena-Basis nahtlos zu integrieren, ohne einen externen Anbau zu haben

Gerade letzter Punkt war der, welcher mich immer wieder zu dem Schuberth S3 zurück brachte.

Alternativen hätte es mit Shoei, Nexx und anderen Marken auch gegeben. Aber der absolut entscheidende Vorteil des Schuberth S3 ist, dass Lautsprecher, Mikrofon und auch Antennen bereits ab Werk verbaut sind. Demnach hat man kein Gefummel mehr und muss nur noch das SC2 Intercom einklicken, was keine 2 Minuten dauert. Tatsächlich war das Aktualisieren der Firmware mit 5 Minuten viel zeitintensiver!

Am Ende war es der Umstand des super guten Angebots mit der Intercom-Vorbereitung, der mich dann auch final zum Schuberth gebracht hat. Dafür habe ich dann auch in Kauf genommen, dass Schuberth keine verspiegelten Visiere oder eine aggressive Optik anbietet. Auf die Dekore habe ich sogar verzichtet, um Geld zu sparen. Geworden ist es also der matt schwarze Helm. Hier habe ich Beschwerden gelesen, dass dieser Helm recht anfällig für Kratzer sein soll, was ich in Kauf genommen habe. Ist es später zu schlimm, dann kann ich immer noch ein eigenes Dekor bei einem Folierer in Auftrag geben und habe dann eventuell die entstandenen Schönheitsfehler beseitigt.

Die einzigen beiden Kabel die man verbinden muss!

Nun also ein kurzer Eindruck von meinen ersten Fahrten und der Installation des SC2.

Letzteres war, wie erwähnt, einfach. Eigentlich muss man nur am Helm die seitliche Abdeckung der Aufnahme für die Fernbedienung entfernen und diese als „Stichel“ für die hintere Abdeckung verwenden. Dazu einfach ohne großen Kraftaufwand das schmalere Ende unter die hintere Seite schieben, welche sich sofort entriegeln und entfernen lässt. Dann nur noch das SC2 aus dem Karton nehmen, die im Helm verlegten Kabel anschließen. Das sind zwei, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Größe gar nicht falsch verbunden werden können. Und dann sofort das Modul in den Helm wieder einklicken. Bei Bedarf noch die Fernbedienung in die linke Seite des Helmes einklicken, und der Einbau ist fertig. Das Koppeln mit dem Telefon ist selbsterklärend, wird aber auch in der Schuberth SC2 App erklärt. Diese empfiehlt sich auch für die Verwendung, weil man sich komplizierte Tastenreihenfolgen auf der Fernbedienung spart und alles mit dem Handy einstellen kann.

Ab jetzt kann man das Gerät einschalten, und nach nicht einmal 10 Sekunden ist das Telefon mit dem Helm verbunden, ohne auch nur irgendwas zu drücken. Absolut der Hammer!

So, diese Beschreibung des Einbaus ist eigentlich abschließend und nicht übertrieben. Tatsächlich hat es aber doch einen Moment länger gedauert, weil sich ein Fehler eingeschlichen hat, der mich etwas zum Zweifeln brachte und dessen Fehlerlösung ich im Netz nicht finden konnte. Zufall und Logik haben das Problem aber gelöst.

Denn nach dem ersten Einbau wollte ich das Gerät einfach mal testen. Ich schaltete es ein, und auch mit dem Handy hatte es sich ja mittlerweile automatisch verbunden. Also Musik an, und eigentlich sollte es laufen. Auch das Telefon zeigte mir an, dass es das macht, was es soll. Im Helm aber absolut kein Ton!

Diese Leiste kann man versenken und muss vor der Installation nach oben gezogen werden um sie einzurasten!

Also alles abgebaut und Stecker überprüft. Kein Fehler gefunden, aber noch immer kein Ton! In meinem Kopf spielten sich drei Optionen ab:

  • Der Helm ist defekt?
  • Das SC2 ist defekt?
  • Oder mein Helm hat eben doch keine Lautsprecher verbaut!

In den Beschreibungen stand noch einmal die Bestätigung, dass die Lautsprecher drinnen sein müssen, und auch mit den Fingern fühlte es sich eben so an.

Ein Defekt des Helmes wäre möglich, jedoch wundert es mich, dass dann beide ausgefallen sind, und ein Defekt des SC2 kann ich ohne weiteres nicht prüfen.

Also Suche bei Google ohne Erfolg! Und dann habe ich mir das Gerät und den Helm noch einmal angeschaut. Am Platz des Moduls gibt es eine Kontaktleiste, die mit den Kontakten am Modul beim Einstecken verbunden wird. Durch Zufall habe ich aber auch gesehen, dass man die helmmäßige Leiste einfach auch bei offenem Deckel verstecken, also ins Helminnere verschieben kann. Bei mir stand diese also nur halb draußen, ist aber nicht eingerastet. Diese also nun nach oben gezogen, bis sie eingerastet ist, alles wieder zusammengesteckt, und siehe da, es lief!

Mit Intercom, welches so gut wie nicht aufträgt und beständiger gegen Regen ist!

Der Helm selber war bei seinen ersten Fahrten auch genial. Zum einen hat mein riesiger Schädel darin den perfekten Sitz (XL). Der Helm ist straff genug, um nicht zu verrutschen, aber engt mich nicht ein! Das Belüftungssystem ist nicht nur vorhanden, sondern hat auch einen spürbaren und anpassbaren Luftstrom. Bei meinem alten Helm war der gefühlt nur da, jedoch ohne Funktion. Bei den aktuellen Temperaturen merkt man gleich, wie kalt es im Helm werden kann, wenn die Lüftung komplett offen ist! Das Pinlock ist nicht nur mitgeliefert, sondern auch schon verbaut, genau wie Lautsprecher, Mikro und Antennen für Mesh, FM und ich meine auch Bluetooth.

Die Möglichkeiten der Anpassung der Polster soll er haben, daran habe ich aber nichts geändert. Und das Ersthelfer-System hat er auch, von dem ich jedoch hoffe, dass es niemals verwendet werden muss.

Schuberth SC2, das Micro ist dabei wird jedoch für den S3 nicht verwendet!

Mein letztes und absolutes Highlight ist der tatsächlich leise Helm. Bei Tests hat dieser wohl etwas um die 85 dB erreicht, was sicherlich von Fahrer zu Fahrer und auch dem Bike abhängt. Ich fahre auf einer Z900. Gestern hatte ich aber einen leichten Schreck, denn auf meiner Fahrt lief dezente Musik, und plötzlich fuhr der neben mir stehende PKW bei Rot über die Ampel. Ich konnte gar nicht sagen, warum, bis auch ich endlich mal den Rettungswagen hinter mir hörte. Ein Umstand, an den ich mich definitiv gewöhnen muss, weil ich das so von meinem alten Helm bei Weitem nicht kenne.

Und auch das kaum auftragende Intercom lohnt sich allein schon für die Musik bei echt gutem Klang. Aber allein schon die Sprachsteuerung feiere ich und sie spart mir ordentlich Nerven. Nur die Bedienung von „Hey Siri“ ist noch etwas gewöhnungsbedürftig.

Scheinbar muss man nur ein gewolltes Geräusch machen, was der Helm quittiert, indem er kurz die Musik runterfährt, und erst dann „Hey Siri“ sagen. Da ich mich daran noch gewöhnen muss, spreche ich Siri einfach immer zweimal an. Sena selbst muss auch eine Sprachsteuerung haben, die auf Sena hört, damit habe ich mich jedoch noch gar nicht beschäftigt.

So viel Geplauder, und am Ende bleibt nur: Ich habe den S3 gekauft und bereue keine Sekunde die Entscheidung, gerade für den von mir bezahlten Preis.