Dienstag, Mai 21, 2024
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Mein erste Erfahrung mit einem LaserCutter und der Marke Atomstack!

Vorwort und Idee 

Corona war der Anfang meine aufgezwungene Einschränkung damit zu verbringen mir neue Fähigkeiten anzueignen. Damals habe ich angefangen mich mit 3D Druckern zu beschäftigen und nun bin ich einen Schritt weiter und zum LaserCutter gekommen. Ich selbst liebe Technik und auch ein bisschen Handwerk finde ich fast schon entspannend. Mich darin zu verlieren Ideen zu entwickeln und diese zu verfeinern. Aber ich muss auch zugeben, dass ich im reinen Handwerk fast schon zu grobmotorisch bin und mich viel mehr die Symbiose aus Handwerk und Computertechnik interessiert. 

Hinzu kommt, dass ich fast schon Hobbyfrei bin und dennoch etwas brauche mit dem ich in meiner Freizeit einen kleinen Ausgleich schaffen kann! Und auch ertappe ich mich immer wider dabei wie ich meinen lange existierenden Blog wieder aufleben lassen möchte, dieses mal aber mit einem kompletten Neustart!

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden mir einen LaserCutter zuzulegen und den Umgang damit von Grundauf zu erlernen und auch zu dokumentieren!

Die Qual der Wahl 

Nun ist also die Idee geboren mir ein solches Gerät zu kaufen. Aber was genau will ich denn haben. Um diese frage zu klären habe ich so ziemlich jedes Video zu diesem Thema auf YouTube geschaut. Grüße gehen hier an RC Control und MPOX raus!

Natürlich ist das nicht abschließend, jedoch lernt man schnell, dass es neben Dioden Lasern auch noch CO2 Laser oder Faser Laser gibt. Welcher soll es also werden. 

Faser Laser finde ich mega interessant, jedoch ist hier der Preis ordentlich hoch und man ist natürlich in der Fläche und dem nutzen eingeschränkt. Denn wenn ich für mich entscheide was ich möchte, dann liegt der Fokus nicht nur auf dem Gravieren sondern auch auf dem Schneiden von Holz. 

CO2 Laser können das was ich will und sind noch dazu sehr willig was das schneiden von Klarem Acryl angeht, jedoch sind diese Geräte massiv und ordentlich schwer. Auf Grund meiner Wohnsitutation bin ich also auf etwas mobileres aus.

Produkfoto von der Website Atomstack.net

Somit bleibt nur noch der Diodenlaser. Wenn man sich dann also entscheiden hat, dann muss man nurnoch das passende Gerät aussuchen. Und auch bei diesem Thema gibt es gefühlt unendlich Hersteller. Genau an dieser Stelle haben die oben erwähnten YouTube- Kanäle weitergeholfen. Denn gerade die beiden Kanäle haben eine ordentliche Expertise, nicht nur auf das verwenden sondern auch zum Aufbau und den technischen Besonderheiten. 

Final habe ich mich dann für den AtomStack X70 Max entscheiden. In Sachen Mobilität ganz sicher nicht der Cutter der am einfachsten zu Handhaben ist. In meiner Vorstellung sollte dieser Laser mir aber technisch am wenigsten Steine in den weg legen. Zum einen hat er zwei Leistungsstufen (35 Watt und 70 Watt), Autofokus, Sensoren etc. und als finales Argument eine Nutzfläche von 800 x 850 mm mit offenen Seiten. 

Zwar habe ich als Vorbestellen schon knapp 500€ gespart, jedoch hat er noch immer eine ganze Stange Geld gekostet. Dank Rabatt und Oster- Aktion kam ich mit einem doppelten Honeycomb auf eine Summe von 2038€.

Erste nicht zu unterschätzende Herausforderung!

Bestellt war das Gerät aber zwei Faktoren habe ich bisher nur minimal in meine Entscheidung einfließen lassen. Denn neben einem Raum mit ausreichend Platz braucht es auch einen passenden Tisch. Letzteren muss ich mir basteln. Um hier schnell voran zu kommen und dabei etwas günstiger zu bleiben, habe ich zwei OSB- Ein Mann Platten zusammengeschraubt und mit einem Rahmen von unten verstärkt. Aktuell ist das Ding noch auf zwei Böcken gelagert, was ich in der nahen Zukunft noch ändern werde. Um nun noch die Option zu schaffen auch mit der Kamera ein bisschen was aufnehmen zu können, habe ich mir bei Action noch zwei Lampen besorgt die mit 3,95€ pro Stk. kaum merkbar in meiner Gesamtrechnung sind. Auch der improvisierte Tisch hat gerade mal 30€ gekostet. 

Meine improvisierte Variante eines Billig-Tisches

Der Tag der Lieferung 

Fast einen Monat nach der Bestellung war es dann soweit. Das Honeycomb traf bereits nach drei Tagen ein, aber der Cutter folgte erst Anfang Mai. Auf meiner Paketverfolgung konnte ich erkennen, dass der Postbote mit kommenden 20 Stopps im Nahbereich war. Da ich das Gerät nicht bei mir aufbauen wollte und ich mit einem großen und vor allem schweren Paket gerechnet hatte, habe ich den Boten abgefangen und die Kiste direkt in mein Auto gepackt. Im übrigen musste ich hier tatsächlich noch die Sitze umklappen, denn mein Kofferraum reichte nicht mal annähernd!

Die Kiste auf dem Tisch mit den Maßen 1250mm x 1250mm

Und los gehts! Der Ausbau des Atomstack A70 Max

Mit dem einladen der Kiste machte ich mich auch schon auf den Weg zu meinen Eltern. Hier habe ich eine ungenutzte Garage / Werkstatt, welche ausreichend Platz bietet das Gerät zu betreiben. Also habe ich die Kiste auf den Tisch gewuchtet und geöffnet. Zum Vorschein kam Schaumstoff, welcher auf den Millimeter genau geschnitten wurde und jedes Einzelteil komplett umschließt. Für einen Transportschaden muss hier wohl ein PKW über die Kiste fahren. Schon beim Auspacken merkte ich aber, dass ich die Kiste auf den Boden umziehen muss nur um die Teile dann auch tatsächlich auf dem Tisch platzieren zu können. 

Nun Also die gedruckte Anleitung in die Hand und ab ans Werk! Hier fällt einem einfach die Qualität des kleinen Buches auf. Jeder einzelne Schritt ist beschrieben und bebildert. Die Bilder sind so detailreich, dass man sofort erkennt, welches Teil wohin gehört. Die Schritte sind feingliedrig und die erforderlichen Schrauben einzeln abgepackt. Auf jeder Tüte steht zu welchem Schritt in der Anleitung diese gehören.

Und dennoch habe ich mir hier schon beim dritten Schritt einen Fehler erlaubt, welchen ich dann auch Zeitnah wieder ausmerzen musste. Denn ich habe in einem Schritt vergessen die Zahnriemen einzuhängen und ohne diesen Schritt den Rahmen verschraubt. Also wieder eine Seite demontieren und den Fehler beheben!

Was hier aber bereits bei den ersten Schrauben auffällt. Der Rahmen wirkt zum einen auf Bildern im Vergleich zum iKier recht filigran. In echt macht dieser aber einen sehr robusten Eindruck! Und jedes Teil passt auf den Millimeter genau. Manchmal dachte ich, das ding wurde aus einem Block gefräst und dann nur zum Platzsparen auseinander geschnitten. 

Und dennoch hat sich der Aufbau locker 2-3 Stunden gezogen. Zum einem war es meine erste Erfahrung, was mich durchaus schon einiges an Zeit gekostet hat und zum anderen habe ich einen anderen entscheidenden Fehler gemacht. Ich habe meinen Tisch so gestellt, dass ich um diesen nicht rumlaufen konnte. Dieses konnte ich ein Glück dank meiner Größe und etwas gefühl in den Fingerkuppen ausgleichen. Aber natürlich hat auch das mich ordentlich Zeit gekostet. Zum Abend hin habe ich es dann auch im Rücken gemerkt. Das ständig weit nach vorne Strecken, Beugen und einseitige abstürzen, während die andere Hand nach einer Schraube fingert, ist alles andere als schonend und absolut ungewohnt in der Bewegung. 

An einer Stelle kam ich dann aber doch ins Stocken. Denn als es um die Verkabelung ging, war ich mir nicht sicher ob ich alles gesteckt habe. Und weil ich ein schlechtes gefühl hatte, habe ich noch einmal den Karton durchsucht. Tatsächlich fehlten mir das Verbindungskabel für den Airassist und auch das USB- Kabel. Beide haben sich im Schaumstoff versteckt. 

Nach dem nun alles lief, habe ich das Gerät mit dem Mac Verbunden und auch den Scanner in Lightburn eingerichtet. Der benötigte USB- Treiber ist auf dem mitgelieferten USB-Stick vorhanden.

Erste Versuche mit Lightburn!

Hier möchte ich nur kurz erwähnen, dass ich hier noch besonders viel lernen muss. Ebenfalls konnte ich mich noch nicht vollends mit der Tabelle ermittelter Werte von verschiedenen Materialien auseinandersetzen, aber auch diese befindet sich auf dem USB- Stick. Nachdem ich dann also herausgefunden habe wie man einen Schnittest einstellt und diesen dann auch irgendwann durchziehen konnte, habe ich mich auch noch dran gemacht, eine bereits erstellte Datei auf ein Brett zu Lasern. Dieses ging ordentlich schnell, jedoch habe ich für den Ausschnitt am Ende die falschen Einstellungen verwendet, somit war auch das nur eine Gravur!

Was kommt als Nächstes!

Die nächsten Themen die ich mir zwingend aneignen muss sind 

  • Laser besser positionieren in Lightburn 
  • Schnittdaten ermitteln und Anlegen                     
  • Umgang mit Autofokus

Verbesserungen am Aufbau!

  • Ich werde mir Anschläge für die Füße drucken und diese Anschrauben. Wenn das erledigt ist, werde ich den Arbeitsbereich auf meine Tischplatte Lasern
  • Mittelpunkt und andere Hilfslinien auf die Tischplatte Lasern

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